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Abriss der Cameral Bauwissenschaft : zu Vorlesungen entworfen / von D. Gilly
Entstehung
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dunkeln Winkeln Anlagen gemacht, die nicht ſo ganz feuerſicher ſind. Dieſe Dächer ſind alſo in keiner Rückſicht empfehlungswerth, viel- mehr iſt anzurathen, zur Gewinnung des Gelaſ- ſes, lieber noch eine, allenfalls nur niedrige Etage zu bauen.

Wenn ſowohl die geraden als die Man- ſarde-Dächer nur nach einer Seite oder Fron- te des Gebäudes, einen Abhang, auf der andern aber eine gerade aufgehende Wand haben, ſo heiſſen ſie Pultdächer.

Die Conſtruction der Dächer betreffend, ſo erhalten ſchmale, oder ſolche Gebäude, die nur etwa 20 Fuſs breit ſind, bloſs ein Paar gegen ein- ander geſlellter Sparren und einen ſogenannten Kehlbalken. Zur Verbindung des Sparrwerks nach der Länge ſolcher Gebäude werden NN EAS rispen oder Klinken über den Sparren ein-

gelaſſen.

Gebäude von 20 bis 30 Fuſs erhalten aber zur Verbindung nach der Länge einen Dach- ſtuhl; dieſer beſteht aus einem unter die Kehl- balken gezogenen Rähmſtück, welches durch Stützen oder Stiehle, die etwa bey Jedem vierten Sparren, untergeſtellt ſind, getragen wird, und dieſe Stiehle heiſſen Dachſtuhlſäulen. Sie erhalten nach der Länge des Gebäudes Bänder, um den Dachſiuhlrähm noch mehr zu unter- Nützen.

Gebäude von 20 bis 24 Fuſs haben nur einen ſolchen Dachſtuhl in der Mitte; tiefere Gebäude aber erfordern deren zwey an den En-

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