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Abriss der Cameral Bauwissenschaft : zu Vorlesungen entworfen / von D. Gilly
Entstehung
Seite
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fenden Steine mit Lehm und nicht mit Kalk ver- mauert, weil der Lehm nicht die ätzende Eigen- fenalt des Kalks hat. Die über den Pfeilern zwiſchen den Fenſfiern liegenden Balken werden bey zwey- und mehrftöckigen Gebäuden, zur Haltung"der Mauer mitjeilernen Ankern/ ver- ſehen.

Bey hölzernen Gebäuden find die Balken auf das Rähmſtück der Wände aufgekämmt und tra- gen in der Art mit zur Haltung dieſer Wände bey.

Oefters können nicht alle Balken nach der ganzen Breite des Gebäudes in einem Stücke durchgehen, ſondern ſie müſſen wegen der Trep- penöffnungen, Schornſleinröhren u.[. w. ausge- Ichnitten werden, welches Austrumpfen oder Vertrumpfen genannt wird.

In den Balkenlagen über den Stockwerken iſt das Austrumpfen einiger auch ſelbſt neben- einander liegender Balken eben nicht nachthei-« j495 Dachbalkenlagen, daher die Treppen nicht queer

wohl aber unter gewiſſen Umſtänden in den

durch die Balken, fondern zwiſchen zwey derfſel- ben gelegt werden müſſen, damit nicht viele Dachbalken ausgetrumpft werden dürfen.

Unter den ökonomiſchen Gebäuden erfordern hauptſächlich die Scheunen das Ausſchneiden oder Vertrumpfen faſt aller Balken; es müſſen Jedoch nicht mehr als drey gegeneinander lie- gende, wenn ihre Entfernung von einander fünf bis fünf und einen halben Fuls beträgt, ausge- ſchnitten werden, aus Gründen, die nur durch. eine Zeichnung zu erklären ſind,

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