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Abriss der Cameral Bauwissenschaft : zu Vorlesungen entworfen / von D. Gilly
Entstehung
Seite
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ſtehen; auch iſt es gut, zwey derſelben gegen eimander zu verbiniden, welches aber ohne Zeichnung nicht deutlich

gemacht werden kann.)

Bey ſolchen Gebäuden, die Ihrer Beſtimmung nach ganz hohl bleiben müſſen, und wo alſo we- der Unterzüge noch Mittelwände angebracht wer- den können, als in Reithäufern, Kirchen und dergl. wurden die Balken, welche bei einer viel- leicht zugleich grofsen Breite und Tiefe des Ge- bäudes, fich nicht ohne Unterſtützung erhalten könnten, ſondern ſchon von ihrer eigenen Laſt herunterſinken würden, bisher durch fogenannte Hänge- und Sprengwerke befeſtiget, die aber ſehr koſlbar ind. Eine zwar alte, aber doch nur in neuern Zeiten bekannt gewordene Erfindung, wovon weiter hin ein mehreres vorkommen wird, macht dergleichen Hänge-und Sprengewerke faſt ganz entbehrlich.

Da das Holz der Bäume und folglich auch der Balken an dem untern oder Stammende ſchwe- rer ilt, als an den Spitzen derſelben, fo werden ſie, um die Laſt der Balkenlagen gleichförmig zu machen, abwechſelnd einer um den andern mit den Stamm- und mit den Zopfenden, auf die vordere und auf der hintern Seite des Gebäu- des, auf die Mauer gelegt.

Bey maſſiven Gebäuden ſind die Balkenlagen auf ſogenannten Mauerlatten verbunden, wel- che vorher auf der Mauer geſtreckt werden. Sie müſſen ſo wie die in der Mauer liegenden Köpfe der Balken, vor der, fie fonſt bald ergreifenden Fäulniſs bewahret werden, welches am beſten dadurch geſchieht, wenn man die an ſelbige ſtoſ-

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