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Abriss der Cameral Bauwissenschaft : zu Vorlesungen entworfen / von D. Gilly
Entstehung
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oder fette Erde feſitampft, ſo daſs alſo die ganze Mauer ohne Fugen nur ein Stück ausmacht,

(Der franzöſiſche Baumeiſter, Franz Cointerausx, der dieſe, Nur in einigen Provinzen Frankreichs ſeit langer Zeit bekannte und von den alten Römern herrührende Bauart, zuerſt vor einigen Jahren beſchrieb, fand indeſſen nach- her ſelbſt, bey dem Auſſtellen und Abnehmen der For- Men, viele Schwierigkeiten, weshalb er in einer folgen- den Schrift vorſchlug, eimzelne grofse Steine in Formen zu ſtampfen und damit wie gewöhnlich zu mauern.

Das Umftändlichere hiervon findet man in meinem Handbuche der Landbaukunſft, 1r Theil, und Proben von dieſer Bauart an einem Gebaude, ohnweit Berlin. Man wird gewiſs die Feſtigkeit diefer Mauern bewundern. Unter andern hat der Freyherr von Le/tewitz in Groſs- Tſchirne in'Schlefien, viele Gebäude mit Beyfall in der Art erbauen Jaſſen.)

Bey den hölzernen Wänden kann, nach dem, was vorher angeführt worden, nur die Rede von denjenigen ſeyn, welche Schwel- len, Stiehle, Riegel und Bänder haben. Die Schwellen find weſentliche Stücke dieſer Bauart, und nicht, wie andere vorgeben, entbehrlich; denn die ohne Schwellen auf die Fundament- mauern gefſiellten Stiehle verſchieben ſich leicht; nicht zu gedenken, daſs bey gebrauchten ſchlech- ten Mauerſteinen zu Fundamenten, wie es ſo oft der Fall iſt, folche an einigen Stellen von den Stiehlen zerdrückt oder zerquetſcht werden, wodurch die Wand und mit derſelben die Bal- ken und das Dach ſinken muſs. Es iſt daher erforderlich, ſelbſt anſiatt alter verfaulter Schwel- Jen wiederum neue unterzubringen. Die Stiehle abzuſchneiden und bloſs bis an den erſten Rie-