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Abriss der Cameral Bauwissenschaft : zu Vorlesungen entworfen / von D. Gilly
Entstehung
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(CC 20 I

fetzen ſich dergleichen Mauern und berſten, Ilaſ- ſen auch viele Höhlungen in ſich, ſo daſs dieſe Bauart verwerflich iſt.

In Abſicht der Mauern von Luftziegeln oder von Lehmpatzen Iſt ein für allemal anzu- merken, daſs vor der Aufführung derſelben, das Fundament ein und einen halben Fuſs von Feld- oder Mauerſteinen über der Erde aufge- führt werden muſs, und daſs es gut iſt, ſolches im erſtern Fall mit einigen Schichten von ge- brannten Ziegeln abzugleichen 3; das Offenlaſſen der äuſsern Fugen iſt wegen beſſerer Haltung des Abzuges hierbey beſonders zu beobachten.

Die obern oder Dachgiebel können aber bey diefer Bauart nicht füglich von Luftſteinen oder von Lehmpatzen gemauert werden, ſondern das verbundene Holzwerk muſs ausgemauert oder ge Daackt und gelehmt werden, wobey Regenhbretter an den Giebelbalken anzubringen ſind; auch dürfte es nicht ſchädlich ſeyn, die Ecken dieſer Gebäude, und die Thüren- und Fenſteröffnun- gen mit gebrannten Mauerſteinen einzufaſſen, damit ſie ſich nicht ſo leicht abſtoſfſen.

In den Thüren werden ebenfalls Blockzargen eingeſetzt, welche bey dieſen Gebäuden auch wohl in den Fenſtern Iatt inden können.

Die Mauern von Piſe werden in der Art conſtruirt, daſs man auf dem zuvörderſt eben- falls 18 Zoll über der Erde gelegten Fundamen- te, Formen von Bohlen in der Breite der Mauer aufftellt, zwiſchen welchen man lagenweiſe Lehm