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Abriss der Cameral Bauwissenschaft : zu Vorlesungen entworfen / von D. Gilly
Entstehung
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noch ſo oft bey den in kleinen Städten gegen einander Wtehenden Häufern, wo fie am noöthigſten ſeyn würden, wvernachläſgiget wird, und daſs hölzerne Giebel gegen einander ſfioffen,)

Endlich iſl es beſſer, maſſive Gebäude auch mit dergleichen Hauptgeſimſen, anſtatt hölzer- ner, wie es noch an vielen Orten geſchieht, zu verſehen.

Bey den Mauern von Feldſteinen läſst ſich wegen Ungleichheit der Steine, ein ſo ge- nauer Verband nicht erreichen, als bey den Mauern von Ziegelſieinen; indeſſen wiſſen geüb- te ASDeiter den Steinen leh zweckmalsige 1.a- gen zu geben. Die Fugen müſſen hier, weil ſie fo ſchwach nicht gehalten, werden können, mit kleinen Stücken von Feld- und Mauerſteinen gut ausgeſchlagen and gehörig mit Kalkmörtel ausge- füllt werden.

Die Feldfteinmauern ſind nicht füglich unter zwey Fuls dick aufzuführen, weshalb man ſie zur Schonung des Raumes ſelten als innere oder Scheidemauern gebraucht.

Es iſt gut, die Ecken an dieſen Gebäuden, imgleichen an den Fenſtern und Thüren mit gU- ten gebrannten Mauerſteinen zu mauern.

Bey den Lehmmauern ift zu bemerken, und zwar von den ſogenannten Wellermauern, daſs, da dieſe von naſſem Lehm, mit unter- miſchtem langen Stroh aufgeführt werden, ſie ſchwer oder erſt ſpät, kaum nach einigen Jahren, oder wohl gar nicht ganz austrocknen; ferner

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