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Abriss der Cameral Bauwissenschaft : zu Vorlesungen entworfen / von D. Gilly
Entstehung
Seite
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6.556.)

Die Mauern zwiſchen den Fenſtern, oder die ſogenannten Schäfte müſſen nicht zu ſchwach, oder zu ſchmal, fondern wenigſtens ſo breit als die Fenſter ſeyn, wobey es gut iſt, den Eckpfei- lern noch etwas mehr Stärke zu geben.

(Zu viele Fenſter ind überhaupt unnütz, und in Rückſicht des Anſehens, ſolche laternenmäſsig durchlöcherte Mau- ern unangenehm.)

Die Fenſier müſſen oben überwölbt ſeyn; ein gleiches gilt von den Thüröffnungen, worin jedoch bey ſchwachen Mauern und auch wohl bey ſtärke- ren, fogenannte Blockzargen eingeſetzt werden.

In den Fenſteröffnungen müſſen aber Keine ſolche Blockzargen, wie man ſie in alten Gebäu- den ündet, und noch in einigen Gegenden üblich ind, eingeſetzt, ſondern ein ſogenannter An- ſchlag gemauert werden, gegen welchen ein Fen- errahm geſetzt wird, worin die Fenſterflügel einwärts aufgehen, anſtatt daſs fie ſich bey den vorgedachten Blockzargen auswärts öffnen. Es iſt auch keinesweges nöthig, mit Zeit- und Mate- rialien-Verluſft die Seiten an den Fenſtereinſchnit- ten ſchräg zu mauern oder zu ſchmiegen, ſondern beſſer, ſolche winkelrecht mit der Linie der Mauer, zu machen.

Die obern oder Dachgiebel müſſen dergeſtalt ausgemauert werden, daſs das darin befindliche Holzwerk einen halben Stein dick, von auſsen ganz bedeckt oder vermauert ſey.

(Der Nutzen dieſer maſſiven oder ſogenannten Brandgie-

bel iſt bey Feuersgefahren ſo bekannt als einleuchtend; gleichwohl fieht man mit Bedanern, daſs deren Aufführung

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