(“:2Q:.. I
gel zu untermauern, iſt eine undauerhafte Ar- beit, wovon der Beweis an wirklichen Beylpie- len nicht weit aufgeſucht werden dürfte; allein es iſt nicht nöthig, daſs die Schwellen, wie vie- le andere wähnen, aus den ftärkſten Stücken Holz beſtehen müſſen; fondern eine dreyzöllige Bohle, oder ein aufgeſchnittenes Stück Holz von 3 bis 4 Zoll(welches jedoch 10 bis 13 Zoll breit ſeyn muls), iſt als Schwelle hinreichend, zu- gleich aber ſchlechterdings nothwendig, um die Wandſtiehle mit einem Zapfen darin einzuſtellen, und dadurch einen gleichförmigen Druck und das Geradeitehen der Wand zu erhalten.
In dergleichen hölzerneu Wänden brauchen ferner die Stiehle nicht ſo nahe aneinander zu flehen, als man es gemeiniglich findet. Sollen die Fächer ausgemauert werden, ſo können die Stiehle 4 Fuſs, bey Lehmfächern aber 5 bis 6 Fuſs auseinander ſtehen, und alfo hierdurch Holzer- ſparung bewirkt werden.
Eben ſo lind die ſchräg geſtellten ſogenannten Sturmbänder nur an den Ecken der Gebäude er- forderlich. Hölzerne Wände von 8 Fuſs Höhe werden einmal, höhere aber zweymal verriegelt.
Beym Ausmauern des Fachwerks mit ge-
rannten Ziegelſſeinen iſt dahin zu ſehen, daſs die Steine gehörig in den Stiehlen verzwickt wer- den, auch daſs bey gelehmten Fächern die Staa- ken gehörig mit Lehmſtroh umwunden, und der Lehm nicht bloſs angekleckt werde.
Es iſt eine übel verſtandene undauerhafte und daher ſchädliche Zierde bei den hölzernen Wänden, die Riegel einzuziehen und ſelbige mit


