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Abriss der Cameral Bauwissenschaft : zu Vorlesungen entworfen / von D. Gilly
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die von Lehm gemacht werden können; die Con- ſtrudion derſelben iſt aber etwas weitläuftig.

Dieſen folgen die Mauern von Lehmpatzen; alsdann die Mauern von Luftſteinen, denen man zuweilen eine äuſsere Blendung von gebrann- ten Steinen giebt, welches aber nicht ſo vortheil- haft zu ſeyn ſcheint, als man denkt; denn die durch den Regen anſchlagende Näſſe zieht ſich hinter die gebrannten Steine, und die Mauer trocknet weit langſamer wieder ab, als wenn fie ganz von Lehmpatzen aufgeführt und mit Kalk be- rappt iſt.

Die ſogenannten Wellermauern ſtehen ſowohl in Abſicht ihrer Bauart, als wegen ihrer geringeren Dauer, und weil auch das Ungeziefer ſich leicht darin einniſten kann, mit Recht in der letzten Claſſe der Lehmmauern.

Die hölzernen Wände überhaupt ſind holz- verſchwenderiſch, undauerhaft und daher ſo oft Reparaturen ausgeſetzt; ſie ſchützen nicht hin- reichend vor Froft und Kälte, und ſind einer leichten Entzündung und der gänzlichen Ein- äſcherung ſo leicht ausgeſetzt.

Erſigedachte nachtheilige Eigenſchaft haben vorzüglich die ganz von Holz oder von aufeinan- der gelegten Balken oder Bohlen angefertigten Gebäude oder Blockhäufer und Wände, welchen man in Preuſsen den ſonderbaren Namen Geher- ſaſs giebt. Sie ſind auch für die Folge verboten und abgeſtellt.

Bretterwände müſſen bisweilen im Innern der Gebäude als Verkleidungen oder zu leichten Abtheilungen geduldet werden; dahingegen find

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