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Abriss der Cameral Bauwissenschaft : zu Vorlesungen entworfen / von D. Gilly
Entstehung
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Mauern von Kalkſteinen haben den Nach- theil, daſs wenn ſie bey einem entſiehenden Brande Dark erhitzt werden, die Steine in Stücken zerfallen und die Mauern alfo nicht wieder bey- behalien werden können.

Mauern von gebrannten Ziegeln haben eine ſehr lange Dauer. Bey den innern Wänden kömmt es nicht einmal auf eine vorzügliche Güte derſelben an, und es Können ſogar bey nicht zu ſehr zu belaſtenden Gebäuden von einem bis zwey Stockwerken aufser der, die Balken tragenden Mittelwand von gebrannten Steinen, die übrigen Scheidewände von Luſtſleinen aufgeführt werden. In Brandmauern und Schornfteinen ſind die Luſft- fleine ſogar vorzugsweiſe für die gebrannten Zie- gel zu gebrauchen.

(Bey dem"Gebrauch der Luftfieine zu Scheidewänden iſt es gut, noch einen Fuſs über dem Fuſsboden der Zimmer von gebrannten Steinen zu mauern, damit keine auf dem Fußboden entſtehende Feuchtigkeit die Lufiſteine erreichen kann.)

Die Lehmmauern haben ebenfalls, wie vieljährige Erfahrungen lehren, eine lange Dauer, ſind dabey feuerſicher, auch trocken und geſund; es ill auch ein nicht geringer Vortheil(vorausge- ſetzt, daſs die Lehmziegel oder Lehmpatzen vor- her wohl ausgetrocknet ſind,) daſs die Austrock- nung der Wände ſogleich nach deren Aufführung erfolgt, ſo daſs ein ſolches Gebäude ſogleich be- wohnt werden kann.

Mauern yon geſitampftem Lehm, oder die fogenannten Piſemauern, find die ſeſteſten

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