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Abriss der Cameral Bauwissenschaft : zu Vorlesungen entworfen / von D. Gilly
Entstehung
Seite
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GC: 49-2

Die in den Souterrains anzulegenden Keller mit Balkendecken oder mit gelehmten Staackwerk zwiſchen den Balken zu verſehen, iſt wegen der baldigen Fäulniſs des Holzes an ſolchen feuchten Orten nicht rathſam; auch ſind die, über den mit ſolchen Decken verſehenen Kellern, befind- lichen Wohnzimmer faſl nicht zu erheitzen.

Es iſt daher beſſer die Keller zu überwöl- ben. Ueber heitzbare Wohnzimmer in den Souterrains, deren Decken 5 bis 6 Fuſs über der Erde erhöht find, können jedoch Balken ge- legt und dazwiſchen Staackwerk oder Windelbo- den, ſtatt finden.

Die Keller werden mit, nach einem halben Zirkel, oder einem gedruckten Bogen gebildeten, ſogenannten Kuffen- oder Yonnengewölbe Überwölbt.

Beſſer ſind aber die neueren Kappenge- wölbe, welche an den Seiten gerade Räume und einen beſſern Kinfall des Lichts verſlatten,

Quadratiſche Räume in den Kellern, auch ſonſt in den Ktagen, als bey Brau- und Brenne- reyen, von etwa 16 Fuſs, werden mit einem ſo- genannten Kreutzgewölbe überwölbt,

Bey gröſsern Plätzen aber werden in der Mitte ein oder mehrere Pfeiler aufgeführt, und von dieſen Pfeilern gegen die Seitenwände, mehrere einzelne Kreutzgewölbe, welche zuſammen ein Ganzes ausmachen, angefertiget.

Die Wölbung der Souterrains, der Keller und ſonſtiger Plätze in einem Gebäude, muſs nicht eher geſchehen, als bis das Dach eingedeckt iſt, . B