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Abriss der Cameral Bauwissenschaft : zu Vorlesungen entworfen / von D. Gilly
Entstehung
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Bevor die gebrannten Steine aus dem Ziegel- ofen genommen werden, muſs ſelbiger erſt abge- kühlt ſeyn.

Die Güte der Gege beruht auf der Feſtigkeit und Reinheit der gebrannten Maſſe und keines- weges auf der Farbe der Ziegel; beſonders müſ- ſen ſich keine weiſſen Kalktheile darin zeigen, welches vorzüglich bey den Dachziegeln nach- theilig iſt.

Die verſchiedenen Sorten der gebrannten Zie gel find.

gewöhnliche Mauerſileine, welche von ver- ſchiedener Gröſse ſeyn können, jedoch muſs die Breite gegen ihre Länge dergeſtalt proportionirt werden, daſs die Breite zweyer Steine, mit Inbe- griff einer Kalkfuge von etwa einem halben Zoll,

die Länge eines Ziegelſteins ausmacht; die Dicke

iſt ohngefähr der halben Breite SIENCH

Gewölbe- Brunnen. Keſſelteine, Geſimsſteine werden nach beſondern Formen verfertiget.

Die Flieſen ſind quädratiſch und etwa ZWEy Zoll dick.

Die gewöhnlichen flachen Dachziegel werden auch Biberſchwänze genannt.

(An manchen Orten find noch gebogene, ſogenannte Dach» pfannen üblich; vorgenannte flache Dachziegel ſind aber beſſer.)

Die Hohlfteine dienen zur Eindeckung der Kanten oder Förſte der Dächer. (Man hat auch verſchiedentlich verſucht, den Dachziegeln

durch Anftreichen oder Glaſüren mehrere Dauer zu ver= ſchaffen, welches aber etwas Koſtbar iſt.)

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