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2. Bauholz.
Die beym Bauen gebräuchlichſten Holzſorten find bereits 8. 1. genannt worden.
Das Eichenholz kann wegen ſeiner Selten- heit kaum mehr zu den Hauptſtücken bey Schleu- ſen und Mühlenbauten gegeben werden. Mit geringem Verluſt in Abſicht der Güte, kann man fich aber auch an deſſen Stelle des guten Kkieh- nichten Holzes bedienen, und es wird daher das Kiehnenholz überhaupt am mehrſten zum Bauen gebraucht.
An einigen Orten, beſonders in Preuſsen, iſt aber auch Tannenholz vorhanden. Beyde Sorten werden nach der Gröſse und dem Ge- brauch deſſelben eingetheilt, in
Sägeblöcke, welche zu Brettern und Latten geſchnitten werdenz
Darkes EDE wobey anſtatt des kleinen rkes-.: mel Holzes, das Auffſchneiden des ſtar- ELG . ken zu den ſchwächern Bauſftücken klein-
zu empfehlen 1ſt.
Bohlſtämme, deren ſonſtiger Gebrauch zur Belegung der Böden oder zu Bewährungen un-' terſagt iſt;
Lattſtämme, welche zu Latten auf Stroh und Rohrdächern gebraucht werden. Es ilt aber bef- ſer anflatt der Lattlämme, die im guten Wachs- thum ſtehen, die Latten aus Sägeblöcken oder ſlfarken Bauholz zu ſchneiden.
Rindſchälige Bäume gebraucht man zu Schin- dein, zu Lehmſlaken und zu Dachſlöcken.
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