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Abriss der Cameral Bauwissenschaft : zu Vorlesungen entworfen / von D. Gilly
Entstehung
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breite und vierzehn Fuſs hohe Ziegelöfen ſind dieſen Abſichten gemäſs eingerichtet.= Sie kön- nen übrigens zugewölbt, oder oben offen ſeyn.

Die Feuerſtellen oder ſogenannten Schirrlö- cher und Bänke müſſen ebenfalls ihr beſſimmtes Maaſs haben, und erſtere bey Torfziegelöfen, mit eiſernen, beſſer aber mit thönernen gebrannten Roſten verſehen ſeyn.

(CL W- Gilly Beſchreibung des Torfziegelofens bey Li- num. Berlin 1788. 2te Auflage.)

Die Mauern aller Ziegelöfen können, anſtatt der gebrannten Steine, ohne Nachtheil mit ge- trockneten, oder mit Luftſteinen aufgeführet wer- den. Esiſft auch gut, die Ziegelöfen mit einem Schuppen vder Dach zu verſehen; das Holzwerk muſs aber dem Feuer nicht zu nahe ſtehen.

Das Brennen der Ziegel kann auch in der Art geſchehen, daſs der Ziegelofen von den zu brennenden Steinen ſelbſt aufgeſetzt wird, wel- ches man Ziegel in Feldöſen, oder nach Lückerarit zu brennen, nennt; dieſes Ver- fahren gewährt ungemein grofse Vortheile, in- dem ſolches öfters nahe an der Bauſtelle und ohne eigene Gebäude geſchehen kann, indem dabey auch anſtatt der Trockenſcheunen nur ganz leichte Schoppen von Stroh, oder auch wohl gar keine gemacht, und die Steine etwa nur mit

Matten bedeckt werden.

Die Vollkommenheit der Ziegel wird aller- dings auch durchs gehörige Brennen bewirkt; es wird folches mit Holz, mit Torf oder mit Stein- kohlen bewerkfſlelliget,

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