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Die Beſchaffenheit deſſelben wird durch vor- heriges Ausgraben, und indem man die Erde we- nigſlens einen Herbſt und Winter hindurch, den Kinwirkungen der Luft ausſetzt, verbeſſert; hier- nächſt wird ſolches auch durch das Einſumpfen oderErweichen im Waſſer, vorzüglich aber durchs Reinigen und Bleiſsiges Durchtreten, bewirkt.
Dann folgt das Formen der Ziegel, fo wie das Trocknen derſelben, und zwar in Ziegel- ſcheunen. Dieſe können gegen die bisher übli- chen, durch übereinander angebrachten Gerüſte oder Stellagen, um die Ziegel übereinander zu Nellen, eniweder weit ſparſamer, oder doch ver- kleinert erbauet werden.
Auch können die Ziegel. unter leichten Schuppen, oder auch wohl ohne ſelbige, ganz im Freien getrocknet werden.
Beym Einſetzen der Ziegel in den Ofen müſ- ſen ſelbige vollkommen von der Luft getrocknet ſeyn, auch nicht zu dicht aneinander geſtellt werden; beyde Fehler werden gewöhnlich von den Zieglern begangen.
In Abſicht der Beſchaffenheit der Ziegelöfen, ſo müſſen ſelbige auf einem trocknen Platze er- baut werden. Jedoch iſi bey einer Ziegeley- An- lage dahin zu ſehen, daſs Waſſer in der Nähe vorhanden ſey, oder es müſſen dazu Brunnen angefertiget werden.
Die Ziegelöfen müſſen eine verhältniſsmäſsi- ge Breite und Höhe haben, um das Holz oder den Torf bis an das Ende der Schirrlöcher brin- gen zu können, auch damit die Hitze die obern Ziegel gehörig erreiche. Zehn. bis zwölf Fuſs
ZE. Edel d rinne. Fir 7,


