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Ueber den Gebrauch des Daniell'schen Hygrometers : zu haben bei dem meteorologischen Instrumentenmacher Johann George Greiner : [Verf.: E. F. August]
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Lwiw

S. 44,

Wie die Anzeigen des Instruments zu benutzen Sind, um den Erfolg der Witterung danach zu beur- theilen, bedarf, wie bei allen Instrumenten dieser Art, einer sorgfältigen Prüfung. So viel ist gewiſs, und zeigt Sich auch bei allen Versuchen, daſs bei einem geringen Unterschiede beider Thermometer in der untern Luft, welche wir überhaupt nur unmittelbar mit dem Instru- mente beobachten können, der Wasserdunst dem tropf- baren Niederschlage nahe ist. Kann man aus anderen Gründen voraussetzen, daſs die Temperatur der äufse- ren Luft bald nach einem Versuche auf den Stand des innern Thermometers, oder noch weiter zurückkommen wird; 50 ist mit GewiſSheit ein Träufelregen, der in der untern Luft entsteht, zu vermuthen. Der meiste Re- gen wird uns. zwar durch die Wolken aus den oberen TLuftregionen zugeführt, und das Hygrometer kann uns keine unmittelbaren Anzeigen darüber geben, Wenn man aber bedenkt, daſs der Wasserdunst leichter ist als die Atmosphäre, mithin 80 weit aufsteigt, bis er eine Tuiuftschicht findet,':mit der er in Hinsicht der Schwere im Gleichgewicht istz- 80 Sicht man deutlich ein, daſs in den obern Regionen der Luft, nach langen Verdun- Stungen auf der Oberfläche des Meeres und des festen Landes, eine Sättigung mit Dunst eintreten wird, die dem Maximo nahe ist, Dadurch. wird eine Vermeb- rung der Dunstmasse in der unteren-Luft bewirkt, Die Anzeigen des Hygrometers werden also auch in diesem Falle immer mehr Feuchtigkeit, selbst in der unteren Luft zu erkennen geben, Da nun die geringste Veran- Jassung zur Abkühlung der oberen Luft, bei der da- Selbst-angehäuften und: fast im Maximo vorhandenen