22 Vom Aufenthalt der Vögel.
ſehr gerne in Wieſen aufhält, daſelbſten brütet und wann die Wieſen nicht zu tief liegen, und von Stauden befreyte groſſe Pläte haben, wohl gar über Nacht daſelbſten bleibet/ meiſtentheils aber aus der Wieſe, wie aus dem Holz und Ge- büſch, wann es dunfel wird, wiederum in die nächſte Felder fällt.
Der Schnerf oder Zakſchnarr/ welchen man an etlichen Orten den YWachtelkönig nen? Hef, und nur, bis man Heu machet, in den Wieſen antrift, auch ſeine“Junge, die/ ſo lauy- ge ſie keine Federn haben, kohlſchwarz ſind, da- ſelbſt findet; ſo bald aber das Gras hinweg, bes giebet er ſich indas Getreid, und muß eine Wie- ſe ſehr groſſes Grummet haben, auch mit Stau- den ſchr bewachſen ſeyn, wann ein Hekſchnarr fic) nach der Heu- Ernte wieder daſelbſt einfin- den ſoll,
Die Wachtel, welche ebenfalls nur ſo lang bleibet, als das Gras ſichet, auch nicht eher in die Wieſen fällt, als bis ſelbiges eine ziemliche Länge bekommtz vor und nach dieſer Zeit aber die Felder, wo Getreid ſtehet, zu ihrex Wohnung erwaählet.
Die Häuſer und Städte lieben?
Dzie Dohle, welche, ohne daß man die Urſach
weiß, an vielen Orten fich nicht ſehen läſſet,
| andern nahe gelegenen Städten hingegen Häufig wohnet und brütet,
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