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Die Forstwirthschaft nach rein praktischer Ansicht : so wie sie der Privatforstbesitzer oder Verwalter führen muss, um sie in Verbindung mit der Landwirthschaft am vorteilhaftesten einzurichten ; ein integrirender Theil der allgemeinen Encyklopädie der gesammten Land- und Hauswirthschaft der Deutschen ; mit einer Kupfertafel / dargest. von W. Pfeil
Entstehung
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(413)4 fi nem ſandigen Boden iſt ſie nur dann mit Vortheil zu ziehen,(M wenn er ſehr kräftig und friſch iſt. Auf Sumpfboden wird ſie EA ſelten und dann nur auf den ſandigen Erhöhungen in ihm gee md funden, welche frey von Säuren ſind, da ſie dieſe gar nicht ver- Ie! trägt. Eben ſo trifft man ſie ſelten im Flußboden. Näſſe 1ſt Hen UN ihr eben ſo zuwider, als zu große Trockenheit. Sie verlangt GE mehr, daß der Boden kräſtig iſt, als Tiefgründigkeit, da ſie WEN nur eine ſtarke Herzwurzel hat, welche ſchon mit der Tiefe von 49%

zwey Fuß zufrieden iſt. Sie erträgt gern einen geſchloſſenen Stand, erhält? darin einen aſtreinen, regelmäßigen, vollholzigen, oder in ziemlich gleicher Dicke aushaltenden, walzenſörmigen Stamm, mit einer ſich beträchtlich ausbreitenden regelmäßigen Krone, dic ſich gewölbt und ſchirmförmig darſtellt. Im freyen einzelnen Stande zeigt die Buche eine große Neigung zur Aſt- verbreitung, indem die Aeſte nicht bloß tief angeſetzt bleiben, umd bis in das höhere Alter fortwachſen, ſondern ſich auch ſehr lang ausrecken. Die Belaubung iſt dabey dicht, ſvwoyl atmo- ſphäriſche Niederſchläge, als das Licht vom Boden abhaltend, und deßhalb ſehr verdämmend. Jm Walde wird dadurch der Baum der Graserzeugung ſehr nachtheilig, und ein vollbeſtande-

ner Buchenhochwald ſchließt deßhalb auch beynahe alle Weide- nußuyg aus. Zur Anpflanzung an Triften, Feldern, Wieſen eignet ſich deßhalb dieſe Holzgattung auch nicht. Als Oberbaum

im Mittelwalde iſt ſie nur da zu empfehlen, wo das Unterholz auch aus Buchen oder Weißbuchen beſteht, was ihren Schatten erträgt; denn ſie hat die Eigenſchaft, in dieſem nicht nur ver: hältnißmäßig wenig zu leiden, ſondern auch ſogar in der erſten Jugend ihn zu bedürfen, um gegen Froſt und Hitze geſchübt zu ſeyn. Als Niederwald verlangt ſie einen nicht zu kurzen Umez- trieb von 20 bis 35 Jahren, da ſie in der Jugend langſamer wächſt, als bey ſpäterem Alter, und daher der bloße Buſchholz: betrieb wenig Ertrag gewährt. Jhr Stockausſchlag iſt dann aber

in der Regel nicht vorzüglich, und wenn ſie nicht Wurzelbrut treibt, was ſie oft, aber nicht immer thut, oder man nicht Ge- legenheit hat, den Beſtand fortwährend durch Samenpſlanzen vder Senker, wozu ſie ſich gut eignet, zu verdichten, ſo erhält

man ſehr leicht einen lückigten Beſtand. Als Schneidelholz iſt

ſie nicht mit Vortheil zu ziehen, da am Stamme nur wenig Ausſchläge erſcheinen. Von Jugend auf als Kopfholz behan- delt, läßt ſte ſich zwar als ſolches benutzen; doch iſt ihr Ertrag nicht reich, und ſie ſteht andern Hölzern darin nach. Als Baum-

holz wird ſie gewöhnlich im 80- bis 120jährigen Alter, ſowohl

im Hoch-, als Mittelwalde benutzt, obwohl ſie ein viel höheres erreichen kann. Im Hochwaldbetriebe kann man auf für ſie paſ- ſendem Standorte von einem vollbeſtandenen preußiſchen Mox-

gen 40, und bey gut geführten Durchforſcungen ſelbſt wohl bis

60 Cubikfuß jährlichen Durchſchnittszuwachs rechnen. Was eine

gut geführte Mittelwaldwirthſchaft geben kann, iſt wohl kaum

mit Sicherheit anzugeben; die gegenwärtige Art des Betriebes

hat wohl ſelten mehr als 30 bis 35 Cubitkfuß jährlichen Durch: ſchnitt8zuwachs gegeben, der Niederwaid gewöhnlich 20 bis 25. Dieſer Ertrag vermindert ſich ſehr mit Abnahme der Kräftigkeit

des Bodens,:

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