238 Aumerkung. GSchou von den älteſien Völkern an wählten die Menſchen beſondre Farben zu ihrer Bekleidung, und noch jet entſcheidet die Wahl der Farbe für den Geſchmack, deſſen der ſie wählte. Noch immer deutet die Farbe der Bekleidung auf Alter, Denkart, und bevorſtehendes Ereigniß hin, Sollte nicht alles dieſes einen pſy<ologiſchen Grund in ſich enthalten?
Die Farbe der Bekleidung hat einen unmittelbaren phyſiſchen Einfluß auf unſere Körper,
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Man bedecke von mehrern harmonirenden Thertmo- intetern die Kugel eines jeden einzelnen, mit Tuch oder Wolle von unterſchiedenen beſtimmten Farben, und ſetze ſolche einer gemeinſchaftlichen Einwirkung des Sonneu- limtes aus. Die Ausdehnung des Queckſilbers in ih- nen, wird unter den dunkeln Farben immer am ſtärk- ſien, unter den hellern dagegen ſchwächer, und am al- Jerſchwächſten unter den farbenloſen Zeugen ſeyn.
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Hieraus folgt alſo, daß die dunkeln Farben für das Licht eine ſtärkere einſaugende Kraft, als die hellern be- ſiken, und aus eben dem Grunde unſern Körper mehr als jene erwärmen. Jene Erfahrungen beſtimmen uns daher die Wah! der Farbe in unſerer Bekleidung, für den Sommer ſo wie für den Winter, und ihr Einfluß auf die phyſiſche
Beſchaffenheit unſers Körpers, iſt alſo von der größten
Wichtigkeit. Anmerkung, Man vergleiche hiemit auch dagjenige, was (5. 6.) über die erwärmende Eigenſchaft dunkler Gegenſtände erörtert worden iß.
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