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Grundriss der Färbekunst oder allgemeine theoretische und praktische Anleitung zur rationellen Ausübung der Wollen-, Seiden-, Baumwollen- und Leinenfärberey so wie der damit in Verbindung stehenden Kunst, Zeuge zu drucken und zu bleichen : nach physikalisch-chemischen Grundsätzen und als Leitfaden zu dem Unterrichte der inländischen Färber, Zeugdrucker und Bleicher ... / entworfen von Sigismund Friedrich Hermbstädt
Entstehung
Seite
26
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ſie ihren Werth und Nußen zu fühle; und dies iſt ohnſireitig der zureichende Grund, warum ihr die Auf- merkſampfeit biSher noch nicht geſchentt worden iſt, die in wohlgeordneten. Staaten ſo manche andre Kunſt ſich rühmen darf, der die Färbekunſt in keinem Fall nach- geſeßt zu werden verdient.

S- 49:

Wenn daher die JFärbekunſt bis jezt immer nur blos von ihrer mechaniſchen Seite betrachtet, und eben aus dieſem Grunde feiner weitern* Aufmerkſamkeit und Ausbildung werth geachtet worden iſt, ſo liegt der zu- reichende Grund davon yohnſtreitig mehr in einer fehler- haften Anſicht derſelben, als in einem Mangel innerer Fähigkeit, fich von einer rationellen Seite beurtheilen zu laſſen. E%

H. 50.

Wer ſich in deſſen nicht ſcheuet, dieſe Kunſt nach allen den Einheiten, woraus ſie zuſammengeſekt iſt, zu zergliedern, der wird bald überzeugt werden, daß die Zwecke, welche durch ſie für die menſchliche Geſellſchaft erzielt werden können, aus einem dreifachen Geſichts- punkte, in pſychologiſcher, phyſiſcher, und finanzieller Hinſicht beurtheilt werden müſſen.

9. 51.; Als Gegenſtand der Pſychologie, iſt die Färbe- Funſt der menſchlichen Geſellſchaft nicht viel weniger werth gls die Tonkunſt, Dieſe wirkt durch das Organ des

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