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Färben, vorzüglich beyttt Geſchlecht der Vögel, wird ſolches begätigeit. We Ihen Farben wechſel entdeFen wir nicht an den meiſten Blume, vom Anfang des Aufblühens bis zum Ab- fierben; welchen Farbenwechſel bieten uns Obſt und Beexen- früchte dar!
6. 42+ Der Färbekunſt Zweck iſt e8, farbenlofe Gegen- ſtände der Natur und Kunft ſo zu verändern, daß ſie unſern Augen pater denſelben Farben erſcheinen, welche die Natur töglich entſtehen läßt. KOT 432 Die Färbekunſt iſt alſo eine äc<hte Nacßahmerin der Natur, ſie weiß derſelben Stoffe zu entlocfen, und ſolche zur Hervorbringung deb ſchönſfen Farben zu verwenden, die mit denen der Natur nicht blos wetteifern, ſonverit ſolche, in Hinſicht der Schönheit und Feſtigkeit, in vie- len Fällen übertreffen.
Ge 44 Jene Phänomene zu veranlaſſen veranſtaltet die Färbekunſt, oftmals ſich ſelbſt unbewußt, Miſchungen und Zerlegungen, die wir aus dem Grunde mit denen, welche fich die Natur bedient, für analog halten dür- fen, weil ſie in ihren Effecten jenen gleichartig ſind.
9. 45- Indem, alſo die Färbekuns fich mit Miſchungen und Zerlegungen der Naturkörper beſchäftiget, macht ſie einen einzelyen Theil der allgemeinen Chemie(Miſchungslehre)


