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Grundriss der Färbekunst oder allgemeine theoretische und praktische Anleitung zur rationellen Ausübung der Wollen-, Seiden-, Baumwollen- und Leinenfärberey so wie der damit in Verbindung stehenden Kunst, Zeuge zu drucken und zu bleichen : nach physikalisch-chemischen Grundsätzen und als Leitfaden zu dem Unterrichte der inländischen Färber, Zeugdrucker und Bleicher ... / entworfen von Sigismund Friedrich Hermbstädt
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Erſier Abſchnitt.

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, Von der Färbekunſt überhaupt, vom Zwe>, Nußen und

Werthe derſelben. Von dem Unterſchiede derſelben in die Wollen- Seiden- Baumwollen- und Leinenfärberey. Geſchichte der Färbekunſt, von der ältern bis auf die neueſte Zeit.

6. 40. Zweck und Nußen der Färbekunſt.

Benn nur eine einzige Farbe exiſiirte, ſo würden wir ohnſtreitig, außer den Formen, keinen'andern Unter- ſchied der uns im Weltraum umgebenden Gegenſtände wahrzunehmen vermögend ſeyn.

GS. 474

Die Vorſehung ſcheint jene Einfachheit für die Un- endlichfeit ihrer ſchöpferiſchen Kraft zu eingeſchränkt ge- halten zu haben, daher gab ſie der Natur das VWer- mögen, Objecte von verſchiedenen Farben zu ſchaffen, die, wie täglich die Erfahrung lehrt, in ſich ſelbſt, un- ter verſchiedenen Jahreszeiten Abwechſelungen unter» worfen ſind.

Aumerkung. Man beobachte Thiers und Pflanzen zu vers ſchiedenen Jahregzeiten, die vorgehende Veränderung ihrer

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