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Grundriss der Färbekunst oder allgemeine theoretische und praktische Anleitung zur rationellen Ausübung der Wollen-, Seiden-, Baumwollen- und Leinenfärberey so wie der damit in Verbindung stehenden Kunst, Zeuge zu drucken und zu bleichen : nach physikalisch-chemischen Grundsätzen und als Leitfaden zu dem Unterrichte der inländischen Färber, Zeugdrucker und Bleicher ... / entworfen von Sigismund Friedrich Hermbstädt
Entstehung
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18
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S. 30,

Um das hier Vorgetragene zu verſinnlichen, leite man in einem finſtern Zimmer den gebrochenen Lichtſtrahl auf Carmin oder Mennige, ſie werden ihre Farbe nicht nur unverändert behalten, ſondern ſolche wird überdies noch in einem lebhaftern Glanze erſcheinen."Man leite dagegen den homogenen himmielblauett Lichtſirahl, auf eben jene Objecte, es wird alles Licht verſchwinden, ſie werden ganz ſchwarz erſcheinen;

S. 3.

Hieraus können wir alſo den Schluß ziehen, daß die rothen Gegenſtände aus dein Grunde das darauf gefallene rothe Licht unverändert zurückwerfen mußten, weil zwiſchen ihnen und dieſem Lichte ein Mangel an Anziehung exiſtirte, und eine daraus folgende Abſtoßung veranlaſſet wurde. Dagegen wird das blaue Licht von eben denſelben Körpern, vermöge einer ihnen beywohnenden Anziehung zu ſelbigem, eingeſaugt, und es ſelbſi dem Auge verſchwindend gemacht,

Anmerkung. Einige dieſer Erfahrungen gründen ſich auf

ganz neue bis jekt noch nicht bekannte Verſuche z. die mix

vont Hy: D- Weiß gefälligſt mitgetheilt worden ſind.

5220 Aus gleichem Gründe müſſen wir daher anneh- men, daß alle übrige Farben, ſie mögen homogene vdergemiſchte ſeyn, unter welchen uns natürliche Kör- per erſcheinen, davon abhängig ſind, daß das ſie er- leuchtende Licht in ſeiner Miſchung durch ſie verändert, - und ſoZverändeyt zurück geſtrahlt wird: daß folglich ge-