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Grundriss der Färbekunst oder allgemeine theoretische und praktische Anleitung zur rationellen Ausübung der Wollen-, Seiden-, Baumwollen- und Leinenfärberey so wie der damit in Verbindung stehenden Kunst, Zeuge zu drucken und zu bleichen : nach physikalisch-chemischen Grundsätzen und als Leitfaden zu dem Unterrichte der inländischen Färber, Zeugdrucker und Bleicher ... / entworfen von Sigismund Friedrich Hermbstädt
Entstehung
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+, dachte Veranderung, darauf gegründet iſt, daß der Ksy- per nur jedesmal dasjenige einfache oder gemiſchte Licht zurück wirft, Ge mit ſeinen Maſßſentheilen in feiner anziehenden Wirkung ſiehet: wogegen das entgegenge- ſebte Licht von ihm angezogen, verſchluckt, und dem Auge verſchwindend gemacht wird.

S. 33-

Hieraus folgt alſo, daß das, was wir Farbett netn- nen, blos EIR ab: die wir, durch die wechſel- ſeitige Cinwirkaung des Lichtes mit andern Körpern ver- anilaſſet, mittelſt dem Auge wahrnehmen. In dem uns aiſo irgend ein Körper farbigt erſcheint, haben wir zweyerley wur zu erwägen:

a) den Körper, welcher den zureichenden Grund zur

Verat ofühgb des farbigten Phänomens enthält.

b) Das Phänomen ſelbſt. Jener wird Pigment oder Farbeſtoff(Pigmentum); leßteres wird Farbe(Color) genannt.

S. 34.

Hieraus folgt alſo ferner, daß Farbeſtoff und Färbe, wie Urfah und Wirkung, von einander ver- ſchieden ſind; daß es folglich zu den Hauprweomenten einer rationellen Färbekunſt gerechnet werden muß, die Mittel und Wege zu beſtimmen, welche angewendet wer- den müſſen; um durch die Miſchung heterogener Stoffe unter beſtimmten Quantitäten, ihre Qualitäten ſo zu verändern, daß ſie daour< fähig werden, das auf ſie wirkende Licht zu zerlegen, und zur beſtimmten farbig- ten Zurückſirahlung zu disponirea,

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