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Grundriss der Färbekunst oder allgemeine theoretische und praktische Anleitung zur rationellen Ausübung der Wollen-, Seiden-, Baumwollen- und Leinenfärberey so wie der damit in Verbindung stehenden Kunst, Zeuge zu drucken und zu bleichen : nach physikalisch-chemischen Grundsätzen und als Leitfaden zu dem Unterrichte der inländischen Färber, Zeugdrucker und Bleicher ... / entworfen von Sigismund Friedrich Hermbstädt
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und das Geſeß nach welchem fie erfolgt, gehörig be- ſtimmen zu können, wird der Winkel welchen der ein- fallende Strahl mit dem Einfallslothe macht, der Ein- fallswinkel, und der, welchen derſelbe nach der Bre- <ung mit dem Einfallslothe macht, der Brechungswin- fel(Angulus 1efradionis), oder auch der gebrochene Winkel(Zvgulus refra&us); die Cbene aber durch das Einfallsloth und den einfallenden Strahl, oder die ver- längerte Ebene des Einfallswigkels, wird die Brechungs- ebene(Planum refradionis) genannt.

G. 186. 5

"Geſeke für die Brechung des Lichtes.

Aus: jenen Erfahrungen, hat man folgende Geſeße.

für die Brechung des Lichtes feſigeſtellt, auf welche alle Beobachtungen über ſeine Brechbarkeit zurück geführt werden können. S a) Wenn ein Lichtſtrahl aus einem dünnen Mittel G. B. der Luf), in ein dichteres Mittel(z. B. das Glas) übergeht, ſo wird er nach dem Einfallslothe zu gebrochen, wobey der Brechungs- Sinus,(Si- nus refradionis) des Einfallswinfels, und

der des Brechungswinkels, in einem ſiete

Brechungsverhältniß(Ratio refraonis) ſtehen.

b) Geht dagegen ein Lichtſirahl aus einem dichten Mittel in ein dünneres über,(z. B. aus Glas in Luft), ſo wird er von dem Einfallslothe abwärts gebrochen. Auch hierbey ſiehet der Sinus des Ein- fallswinkels, mit dem des Byehungswin- Fels beſiändig im Verhältniß,

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