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Grundriss der Färbekunst oder allgemeine theoretische und praktische Anleitung zur rationellen Ausübung der Wollen-, Seiden-, Baumwollen- und Leinenfärberey so wie der damit in Verbindung stehenden Kunst, Zeuge zu drucken und zu bleichen : nach physikalisch-chemischen Grundsätzen und als Leitfaden zu dem Unterrichte der inländischen Färber, Zeugdrucker und Bleicher ... / entworfen von Sigismund Friedrich Hermbstädt
Entstehung
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eisftimime. Plato betrachtete die Farben als eine von den Körpern ausgehende Flamme, deren Theile mit dem SR eſicht in einer ſymmetriſchen Verbindung fänden, Epi»

Eu» fahe die Farbenals etwas außerweſentliches von den Körpern ait, und betrachtete ſolche als ven Eſſect von beſondern Lagen ihrer Theile gegeit das Nuge; und Lu- Erez trat nichtnur dieſer-Hyporheſe bey, ſondern ſuchte ſie auch durch die Farben der Taubenhälſe und Pfauen- ſchweife zu begründen. Ariſtoteles hielt das Licht für etwas dur<ſichtiges, und Farbe für das, was das Durchſichtige in Bewegung ſeht. Seneka wußte ſchon, daß das Licht, wenn ſolches durch ein ectigt geſhliſſenes Glas fällt, Regenbogenfarben erzeitgt. Er ſahe dieſe aber für falſche Farben:an, weil auch ein Spiegel die Farbe eines jeden Körpers annehme, obgleich er farben«-

5. 4:

Die PVeripatetifer ſahen, bis zum ſtiehenzehtt- ten Jaßhthundeit) das Phätiomen der Farbe fiberhaupt, als eine den Körpern weſentlich zukommende Eigenſc<-1> an. Einige von ihnen," betrachteten ſelbiges48 einen Ausfiuß aus den Körpern, andre«als ein Produkt der Neiſchung von Licht nnd Schatt>15 noch andre leiteten die Farben von ſalzigten un* metalliſhen Stoffen her.

Qar 5 Des8-artes war der Erſie, welcher(in feiner 1637 erſchicgzen Dioptrik) der Wahrheit ſchon näher rückte, Er ſahe die Farben nicht für Eigenſchaften der Körper,

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