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Grundsätze der experimentellen Kammeral- und agronomischen Chemie; so wie der forst- und landwirthschaftlichen Gewerbe : für Kammeralisten, Agronomen, Forstbediente und Technologen / von Sigismund Friedrich Hermbstädt
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a) Iſt die Temperatur des Waſſers auf 302: Reaum.

oder. 2129? Fahrenh., die des Que>ſilbers aber auf 25259 Reaum, oder 600* Fahrenh. geſtiegen, ſo erheben ſich die'zu Dunſt ausgedehnten Theile mit Gewalt; ſie ſteigen in Blaſen empor, und ſeßen die. ganze Flüſſigkeit in wallende Bewegung; ſo entſtehet das Kochen der Flüſſigkeiten,

Y. 00:

Beim Kochen der tropfbaren Flüſſigkeiten in offnen Geſchirren werden ſolhe nach und nach gänzlich in Dünſten oder Dämpfen verflüchtiget, und nur die nicht flüchtigen Theile, welche ſie etwa eingemiſcht ent- hielten, bleiben zurück, Man nennt dies das Ab dun- ſten oder das Eindi>en,

| C5: 9x. 3

Läßt man die in der Wärme flüchtigen Flüſſigkei- ten in verſchloſſenen Gefäßen kochen, 3. B, in Deſtil- lirblaſen, in Kolben mit Helmen, in Retor- ten mit Vorlagen 2c., ſo verdicken ſich die Dünſte in den Vorlagen, und gehen in die tropfbare Form zurüF. Cine ſolche Operation wird Deſtillation

genannt,

C..1027 Werden hingegen concrete Subſtanzen in Gefäßen- eingeſchloſſen der Einwirkung des Feuers ausgeſeßt; ſo verändern ſie entweder ihre Form gar nicht, oder ſie nehmen eine liquide Form an, oder ſie werden in Dämpfen verflüchtigt, die ſich in der Kälte zu concreten Subſianzen verdichten, SG. 95: Im erſten Fall werden zene Körper feuerfeſte, im zweiten werden ſie ſc<hmelzbare, im dritten werden ſie ſublimix bare Körper genannt. Hierauf