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Grundsätze der experimentellen Kammeral- und agronomischen Chemie; so wie der forst- und landwirthschaftlichen Gewerbe : für Kammeralisten, Agronomen, Forstbediente und Technologen / von Sigismund Friedrich Hermbstädt
Entstehung
Seite
14
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14 eine neue Miſchung, mit Ausſ<eiden des einen Beſtandtheils des entmiſchten Körpers. Man nennt dies eine einfa<he zerlegende Affinität.

a) Wenn daher Kali mit Gyps in Berührung gebracht

wird, ſo miſc<t ſich ſol<es mit der Schwefelſäure, und ſcheidet den Ka.lk aus,

b) Barytwaſſer in eine Löſung von Glauberſalz gegoſſen, bringt einen Niederſchlag von ſc<hwefelſau- rem Baryt hervor, und es bleibt freies Natron zurück.

Wechſelſeitige entmiſ<hende Affinität.

Ss 44 War aber der entmiſchende Stoff gleichfalls ſchon aus zweien heterogenen Materien zuſammengeſeßt, ſo erfolgt eine Wechſelwirkung oder Vertau- ſc< ung zwiſchen den Beſtandtheilen, es entſtehen zwei Zerlegungen; und zwei nene Miſchungen. Man nennt ſolches den Erfolg einer wechſelſeitigen Affinität, S- 45 Soll die wechſelſeitige Affinität erfolgen, ſo muß die. Summa der zerlegenden Affinitäten größer

ſeyn, als die der ruhenden Affinitäten war.

a) Wenn daher ſ<wefelſaures Kali unb ſalzſaurer K alk zuſammen kommen, ſo wird ſalzſaures Kali und G yp s gebildet.

b) Aus dem Zuſammentreten von ſalpeterſaurem Bley und ſ<wefelſaurem Kali, entſteht ſch w e- felſaures Bley und Salpeter,

9... 46.

Iſt die ruhende Affinität zwiſchen den M i- ſchungstheilen der in Berührung kommenden Kör- per größer als ihre zerlegenden Affinitäten, ſo wird keine Entmiſchung zwiſchen ihnen veranlaſſet.

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