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Grundsätze der experimentellen Kammeral- und agronomischen Chemie; so wie der forst- und landwirthschaftlichen Gewerbe : für Kammeralisten, Agronomen, Forstbediente und Technologen / von Sigismund Friedrich Hermbstädt
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a) Shwefelſaures Kati und Küchenſatz mengen ſich, ohne ſich zu zerlegen.

Vorbereitendeoderprädisponirende Affinität.

S9. 47»

Wenn zwei heterogene Materien keine miſchende Affinität gegen einander ausüben, ſo-können ſolche durch das Hinzukommen eines dritten Stoffes dazu vorbereitet werden: in dieſem Falle wird der Erfolg eine vorbereitende oder prädisponirende ARAL tat genannt.

a) So gehen die Metalle mit den Säuren keine Mi- ſchung ein, wenn ſie nicht vorher mit Sauerſtoff gemiſcht oder oxydirt worden ſind,

b) Erfolgt die Auflöſung eines reguliniſchen Metalls in einex Säure, ſo erfolgt deſſen Oxydation entweder auf Koſten des Sauerſtoffes aus der Säure ſelbſt, oder auf Koſten desjenigen, der in dem damit verbundenen W a ſ- ſer enthalten war,

c) In beiden Fällen iſt der Erfolg der Auflöſung mit der Entwicklung einer gasförmigen Flüſſigkeit begleitet.

d) Metatlloxyde werden ohne Aufwallung in den Säu- ren aufgelöſt.

QEUAST Unſere Kenntniſſe von den chemiſchen AfFini i- täten der Körper, ſind auf eine empiriſche Unterſu- <hung derſelben gegründet. Aber wir können ſie mit Vortheil in Anwendung ſeßen, um bei der Wecſelwir- kung zwiſchen den Beſtandtheilen der Köxper ,, dasjenige durch Rechnung und Vernunftſchlüſſe zu beſtimmen, was- erfolgen muß, S. 49+ Die Lehre von den chemiſchen Affinitäten macht alſo die Grundlage zur wiſſenſchaftlichen Erkennt- niß und Beurtheilung aller chemiſchen Wirkungen aus,