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Grundsätze der experimentellen Kammeral- und agronomischen Chemie; so wie der forst- und landwirthschaftlichen Gewerbe : für Kammeralisten, Agronomen, Forstbediente und Technologen / von Sigismund Friedrich Hermbstädt
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des Geſchmac>s, noch in dem Produkte der Löſung wahr- genommen werden kann.

a) Dies iſt der Fall, wenn Zu Fer, Küchenſalz, Sal: peter 2c. in reinem Waſſer, auch wenn Kamphor oder ein Harz in Weingeiſt gelöſt werden.

67.1256:

Bei der Auflöſung wird aber nicht blos die Cohäſion zwiſchen den gegenſeitigen Maſſentheilen be- wirkt, ſondern ſie üben auch eine chemiſche Anzie- hung gegen einander aus, die Grundmiſchung eines jeden einzelnen Stoffes wird vernichtet, und aus ihrer Vereinigung gehet ein neues Produkt hervor,

a) Dies iſt der Fall, wenn Ulkalien oder Erden oder

Metalloxyde dur; Säuren aufgelöſt werden. 9. 37-

Wenn dem Auflödſungsmittel(z, B, einer

Säure) ein anderer Stoff(3. B. eine Erde, ein Alkali

2c.) dargeboten wird, ſo nimmt die erſtere von dem

leßztern nur eine beſtimmte Quantität auf; und das Maſ- ſenverhältniß der aufgelöſten Subſtanz gegen das der Saure beſtimmt nun die chemiſche Affinität beider zu einander, . NE Z87

So erfordern(nac) Kirwan) 100 Theile tro>ne Schwefelſäure; 215 Theile Kali, 165 Natron, 110 Kalk, 90 Ammonium 2c, zur neutralen Mi- ſchung, und ſo drücken jene Zahlen die Affinitäten der ſie bezeichnenden Subſtanzen zur Säure aus,

9. 39

Durch den Effekt der chemiſchen Affinität zweier heterogenen Materien gegen einander erfolgt eine neue Miſchung, oder die Produktion eines neuen gemiſchten

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