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Die Waldbäume. 33
ſodann erfolget. Auf ſolchen Pläßen wächſt lauter geringes Buſchholz, welches man Eichenquaſt oder auch Horſeleichen zu nennen pflegt. Hieſelbſt muß man lieber die jungen Eichen als Schlagholz| behandeln, oder welches am beſten, ihnen gleich den Rüſtern von Zeit zu Zeit die Zweige, aber nicht ganz nahe am Stamme abkappen, und ſolche zur Feurung im Kachelofen gebrauchen. Denn das ſo feſte Ei- <henholz hißet weit ſtärker als das Nadelholz, ob es ſchon keine ſo helle Flamme giebt, und daher zum Ko- <hen auf dem Feuerheerde weniger Dienſte thut. Hat man aber Zäune und Gehege zu unterhalten, ſo kann' man zu Pfoſten oder Staken kein beſſeres Holz, gls
"die abgeſchälten, und ſodann gut ausgetro>neten
Aeſte oder Stangen von ſolchen jungen Eichen ge- brauchen. Sie können in der Erde ein halbes Jahr- hundert fortdauren, welches wir uns von keinem an-
* derm jungen Landholze verſprechen dürfen. Mankann
zu ſolchem Zwe die Aeſte nach der Mitte des Au- guſts etwa eine halbe Elle weit vom Stamme, oder noch weiter abhauen laſſen, um das Laub zur Vieh- fütterung noch mitzunehmen. Wo knappe Viehwei- de iſt, da wird ſolches Laub, wenn es auch noch im vollen Safte iſt, von Kühen und Schafen nicht un- gern gefreſſen.
Es wird von vielen behauptet, daß hohe Ge- genden ein feſteres Holz liefern, als tief gelegene naſſe Oerter, woſelbſt die Eiche zwar ſtark treibe, allein bald faule, und zum Bauen und Feuern ſchlechtes Holz gebe. Dieſe Behauptung aber känn nicht für alle Gegenden gelten. Denn in den ſogenannken Buſchdörfern des Chur- Sächſiſchen Amts Belzig iſt ein Strich Ellernwald, einige Meilen lang, der ſehr tief bruchigt, und nicht in allen Jahren in den Sommermonathen einmal austrocknet, Hier ſiehet
HZgauzvgter V. Band. C man


