Teil eines Werkes 
5 (1786) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 5
Entstehung
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18 Erſies Kapitel.

in manchen Jahren, wie ſo eben geſagt worden, nicht volle Maſt werden kann, jo würde man nichts verlieren, wenn die dafür nur einzeln angewachſenen Früchte noch einmal jo groß, als gewöhnlich ſind, welches, wie bey andern Fruchtbäumen, höchſtwagrſcheinlich durch das Impfen zu erlangen ſeyn würde. Fortes ſortibus ercantur. Großer Same bringt große Fruche, große Sameneicheln alſo größere Bäume und größer Früchte, Die Inſecten, welche uns die Hoffnung

Maſt zu bekommen, in den meiſten Jahren vereiteln,

ſind die Raupen und U7aykäfer.

Die Cichenraupe iſt eine Geſpinnſtraupe, deren Puppen an den Spißen der Zweige ſehr in die Augen fallen. Wenn die Eichen noch von mittlerer Höhe ſind, ſo können ſie leicht, wie an den Obſtbäumen, abgemacht, aufgeleſen und verbrannt werden. Man muß dieſes Abraupen an den jungen Eichbäumen überhaupt als feine gleichgültige Sache anſehen, wenn man ſchon nicht auf ihre Früchte ſehen will. Sie wachſen noch einmal ſo geſchwinde, wenn das Abraupen jährlich geſchiehet. Denn die Eichenraupe

iſt unter allen Baumraupen die häufigſte und gefrä-

Bigſte, welche die Cichen in kurzer Zeit in Beſenrei- ſer verwandelt. Nichts hält aber den Wachschum - der jungen Cichbäume mehr zurü&, als wenn ſie vom Raupenfraße, ein Jahr nach dem andern entblättert werden. Man darf ſich daher gar nicht wundern, wenn ſo viele Holzliebhaber über den ſo langſamen Wachsthum ihrer Cichen klagen. Sie ſind ſelbſt Schuld daran. Wenn ein Guthsbeſißer oder eine Commune einen Planteur hält, vder andre dazu ab. gerichtete Leute an der Hand hat, ſo macht es nur ge- ringe Koſten, eine anſehnliche Eichenplantage im Herbſte und Winter abzuraupen. Die darauf ge- wandte Mühe und Koſten werden durch den ſo ſehr

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