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Vorrede vir
das zweyte Kapitel geſchrieben. Und diejenigen; welche zwiſchen dem gemeinen und vornehmen Landwirth das Mittel halten, haben ſich dass jenige zuzueignen, was aus einigen Scrift- ſtellern beygebracht worden, die für die Manege oder Reutſchule eigentlich nicht geſchrieben: ha- ben. Was ich aber von der Abrichtung der Kutſch- oder Wagenpferde gelehret, wird ſich auch mancher eben nicht zum gemeinen Manne gehörende Landwirth in mehr denn einer Abs ſicht zu Nuse machen können. Von den Pfer- dekrankheiten ſind nur die gemeinſten nebſt ih-
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ren Gegenmitteln berühret worden,
- Diehd<ſtſimpliſicirte Theorie der Schaaf» zucht, die im dritten Kapitel vorgetragen. wird, kann als alt und neu zugleich angeſehen. werden. Alt kann ſie deßhalb heißen, weil ſie den Erforderniſſen der alten Mutter Natur ſo. ganz entſpricht. Als neu aber mögen ſie dieje= nigen anſehen, welchen das Neue mehy Reiz iſt». als das Alte. Neu heiße ich ſie aber aus dem. Geunde, weil ſie mit der alten bisherigen Schaaf- zucht der Deutſchen nichts gemein hat. Sie, hätte ihre Entſtehung bey mir vielleicht früher er- reicht gehabt, wenn mir-von der Vorſehung ein Wohnort wäre angewieſen worden, wo Schäfe-: reyen gehalten werden, weil ich. mich ſodann jd» fort nach den Quellen würde umgeſehen haben): aus welchen alles bisherige Unglückbey- dep“ Schaafzucht herzuleiten iſt. Immittelſt hätte: die Verſtopfung der Unglücksquellen ſchwerlich
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