350 Zehntes: Kapitel,
Zu einer ſolchen Wand müſſen a) die Unterlagen wagerecht gelegt; b) das vorher behauene und geſchnit« tene Holz nochmals zum Gebrauche abgerichtet; und'c) ſolches:nach der Zulage hexan- und zuſaramengetragen werden; ſodann müſſen d) die Bundriſſe auf der Zulas ge angezeichnet 3 e) die. Zapfen an die Stühle geſchnite
fen, auch. t) Schwellen und Rähme gelocht, und g)-
dieſe erſten Arbeiten zuſammen gepaßt werden. Hier- auf ſind h) die Riegel aufzuſchnüren, nach ihren Län- gen abzuſchneiden,'aufzulegen, einzureißen, und i) die
Zapfen an ſolche zu ſchneiden." Nunmehr muß k) die
Wand auseinander gefahren(auseinander genommen) werden, damit man 1) die Stühle zu den Riegeln lochen und abbohren könne. Wenn dieſes geſchehen iſt, wird m) die Wand wieder eingefahren, und nach dem Winkel gelegt, die Riegel angepaßt, und auf den Zug mit den Stühlen zuſammen gebohrt. Endlich müſſen n) Stühle und Niegel mit der Stichaxt gezeich» net, auchdie Bundriſſe und Abſtiche mit Rothſtein an- geſchrieben werden,.
Es gehören zwey geübte fleißige Zimmergeſelley dazu, die in einem Tage 12 Fuß dergleichen Wand ab- binden wollen, in welcher an ſtärkern und' ſchwächeren Holze überhaupt 65x Fuß encrhalten find» Wor das Arbeitslohn nach dem Fußmaße des Holzes berechnen will, der thue es3 es iſt aber damit ſehr ungewiß.
Will man einigermaßen die Arbeit.an einem Ge- bände, das ganz von Dundwänden aufgeſühre wer den ſoll, beurtheilen 3 ſo nehme man zum Beyſpiel ei- nes der Hoſgebäude auf dem beſchriebenen Bauerhofe von 69 Fuß lang,- 36 Fuß tief, und einem Stockwer« Fe von 3 3 Fuß hoch; jedoch un ſich anfangs deſto we- niger Schwierigkeiten zu machen, blos deſſen Rumpf,
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