26 Erſies Kapitel.
Steinarten zu unterſcheiden, daß er mit Scheidewaſ- ſer oder andern ſtarken Säuren, ein Aufbrauſen ver- urſacht...
Wollte man ene bey Erbauung des neuen Luſtſchlöſſes bey Potsdam Kalch haben, der zu einem recht feinen Ueberzuge der Mauern tauglich wäre, und -welben man Weisſtuck nennet; ſo mußte dazu. Mar- mor aus Schleſien angeſchaſſt und gebrannt werdet. Bey der Gelegenheit wurden auch Verſuche im Klei- nen mit vielen Sorten antiken und modernen Mar- mors gemacht, und der-Erfolg zeigte allemal, daß,
wie vorher behauptet worden,«der härteſte Marmor
den feinſten und beſten Kalch gab, jedoch auch mehr und längeres Feuer zum Durchbrennen erforderte.
Jedoch unter dem Titel Kal vielleicht Dienen ein Breu
"Alabaſter
Der Alabaſter wird 3n dieſem Orte auch etwas - Fremde ſcheinen, wenn. man ſich blos denjenigen vor- ſtellt, aus welchem man ſchön verſertigte Figuren, oder anderes Schnißwerk, geſehen hat. Allein man wird ſich gar nicht mehr wundern, ihn hier angeführt zu fin- den, wenn man erfährt, daß man aus dem feinen ſo- wohl, als aus dem ſchiechkern ein Material erhält, das nächſt dem Kalche ein-vortreffliches Verbindungs«- mittel iſt, und deſſen man ſich an ſolchen Orten, wo in der Nähe kein Marmorkolch zu haben iſt, durchaus zu allem Mauerwerk bedienen muß. Der Name deſe- ſelben iſt Gipskalch oder Gips.
- Der rohe Alabaſter oder Gipsftein, brauſet mit Scheidewoſſer nicht, wie dex Marmor, auf, Es giebt davon, ſo wie vom Marmot, ſehr verſchiedene, . und zuweilen ſehr mit andern Materien vermiſchte Ar- ten. Cines jeden 2andwirths Sache iſt es wohl im
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