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Baumaterialien. 25
Es wird rathſam ſeyn, dieſe Materialien vorher Fürzlich etwas näher fennen zu lernen, ehe von deren Verwendung zu ökonomiſchen Gebäuden gehandelt wird,
Marmor.
Man wird ſich vielleicht wundern, warum ich des Marmors unter den zu Landgebäuden erforderlichen Materialien nicht allein überhaupt gedenke, ſondern warum ich ſolchen ſogar oben anſeße- Er iſt aber in der That ein vorzügliches Material zu dergleichen Ge- bäuden. Denn nicht zu gedenken, daß an denjeniget Orten, wo Marmorbrüche der feinen oder edlern Art befindlich ſind, die Abgänge davon, bey dem Brechen und Abarbeiten aus dem Gröbſten, trefflich zu den in der Nähe liegenden Gebäuden, als bloßer Bruchſtein genußt werden fönnen, und daß dieſes um ſo mehr bey ſchlechtern, mißfarbigen, oder weichen Marmorarten ſtatt findet 3 ſo muß man vornehmlic) auf den aus Marmor zubereiteten Ralch, als ein: weſentliches Verbindungsmietel der meiſien andern Steinarten Acht haben.|
Aus jedem Marmor kann Kalch gebrannt werden; je härter er iſt, je beſſer und Feiner wird der davon herrührende Kalc<. Der in der Churmark ſo bekannte und berühmte Stein von Rüdersdorf iſt ein Marmor von nur mittelmäßiger Härte, aber deswegen doch ſehr geſchi>t, eine gute Politur anzunehmen, Nur ſeine ſchlechten Farben, die eine Miſchung von Fahlgrau, Scwarzbläulich und Weißlich ſind, machen ihn als geſchliffenen Marmor nicht fo geachtet, als es der von ihm gebrannte Kalch iſt, der ſeiner Vorzüglichkeit wee 'gen über hundert Meilen weit verführet wird.
Nach den Verſicherungen der Chemiſten iſt Mar- mor, oder Kalchſtein dadurch am beſten von andern
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