4 Einleitung«
Es iſt freylich nicht eines jeden Architects Sache geweien, der ſich blos der höhern Baukunſt widmete, ſich auch um die niedere zu bekümmern, und ſich mit Dorf- und Landgebäuden abzugeben, die in Verglei- chung prachtiger Häuſer und Palläſte in Städten, gleiche ſam nur Hütten zu ſeyn ſcheinen. Aber die Sache hat ſich geändert, ſeitdem man durch mehrere Aufklärung der Staats- und Finanzwiſſenſchaften hat einſehen ler- nen, daß durch Vernachläßigung dergleichen ſogenanne ter Hütten und ihrer Einwohner, auch die Erbauung der Palläſte und Häuſer für große Herren und begü- terte Perſonen, ſowohl in Städten als auf dem Lande, große Hinderniſſe und Schwürigkeiten finden würde,
Nunmehr findet man größtentheils beſondere
Pracht» und beſondere wirthſchaftliche Baumeiſter, ſo
wie es Kunſtgärtner und Krautgärtner giebt. Nutr zuweilen hat ſich auch ein einziger Mann auf beyderley befleißiget. Lekßtere, die wirthſchaftlichen näms lich, pflegt man insgemein Cameralbaumeiſter zu nennen, und ſind, einer wie der andere,.Ehrenwerch, wenn nur jeder ſeine Sache recht verſteht.
S9 wenig man es einem Arzte zur Schande reche net, wenn er nicht mit beſter Geſchicklichkeit eine Ader öffnen kann, oder einem Wundarzte, wenn er bekennt, daß er die Schwindſucht-zu heilen nicht ver- ſtehe; eben ſo wenig wird man es einem Prachtbaumei- fier verdenken, wenn er nicht die vollfommenſte Ark angeben Fann, einen Schafſtall zu bauen 3; oder einem Cameralbaumeiſter, wenn er keine Entwürfe zu einer neuen Kirche machen kann, die der Pracht und Größe der Petersfirche zu Rom gleich käme, und dergleichen auch nachher aufzuführen verſteht.
Ein ökonomiſcher Baumeiſter muß nicht allein dieſe Art der Baukunſt, mit allem was zu ihrer Ausfüh» rung gehöret, gründlich erleynet haben; ſondern-
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