Oekonomiſ<e Bauwiſſenſc<aft. Einleitung,
igentlich ſollte dasjenige, was man untfer der
Benennung: ökonomiſche Bauwviſſenſchaft
verſtehet, heißen: Eine Rnleitung zum land- roirthſchaftlichen Bauen; denn ökonomiſch, das iſt, mit aller, die Haupterforderniſſe nicht ſchmalternden Sparſamkeit, ſollten von Rechtswegen alle und jede Gebäude, ſie mögen Namen haben wie ſie wollen, auf« geſühret werden. Sie iſt alſo unterſchieden von der eigentlichen landwirthſchaftlichen Baukunſt, als wel- c<e blos für Bau- und Werkmeiſter, nicht aber für Hauswirthe gehöret.!
Jn der Mitte des jeßkigen Jahrhunderts war noch große Klage über Mangel an dergleichen Anleitungen. Man beſchuldigte die Baumeiſter, daß ſie zwar ganze Folianten von den Säulenordnungen und von Prachk- gebäuden ſchrieben 3; keiner aber wiſſe, oder laſſe we- nigſtens ſich merken, daß er*s wiſſe, wie viel 3. B« Raum zu einem Stalle für zwanzig Ochſen, oder auch nur eine gleiche Anzahl Schweine erjorderlich wäre, und wie dergleihen Ställe am beſten zu erbauen wären,
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