528 Fünftes Kapitel.
uns nicht genug mehr auf die Bereitung ſtarker und feuriger Biere befleißiget.==
Die Weinpreiſe werden in Stettin nach ſoge- nannten Oxhooften oder Orysöften geſtellet. Ein Ox- hooft enthält 1x Ohm oder 3 Eimer; Ein Ohm hat 3 Eimer; Ein Eimer 3 Anker; Ein Anker 32 Ber« liner Quart, Ein Berliner Quart aber ſoll 3 Pfund ſchwer ſeyn»
Man kann daher vom Srhoofte bis zum Anker,
ja bis zu halben Anfern von Stettiner Kaufleuten fom-
men laſſen, wie leßteres von manchen Familien gea ſchiehet, wenn ſie außer ihren gewöhnlichen. Haupts ſorten noc< Weine mehrerer Arten-in fleinern Gebin»-
"den verlangen, vder Weinſorten, die ihnen unbekannt
ſind, erſt verſuchen wollen. Cs werden aber die ver- ſchriebenen Weingebinde not in einem hölzernen in- wendig mit Stroh ausgefürterten- Obergebinde, ſtatt eines Futterals, zu deſto mehrern Erhaltung und Si- erheit des Weingefäßes ſeibſt eingepackt. Meine Bekannten in Berlin, Potsdam, Brandenburg, Wit- fenberg u, ff. verſchreiben ſich ihre Weine von dem Kaufmann Rudolph Chriſtian Gribel, zu Seettin, von welchem ich eine ſeiner zu Anjange des gegenwär- tigen“ Jahres ausgeſt- lten ſo genannten Preißfouran-
fe hier mittheile, wornach ſich die Leſer beym Einfau-
fe ihrer Weinejetwan richten, wie nicht weniger die verſchievbenen dort befindlichen Sorten erſehen können« Das Geld iſt Preußiſches Kourant oder Silbergeldz (feine Scheidemünze;) wer aber Gold bezahlet, dem wird das Agio vergütet. Da die Stettiner Preiß» kouranten mit lateiniſchen Lettern gedruckt ausgege- ben werden, ſo erfolgt die vorhabende in gleichen
Settern,
Junger


