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Der Küchengarten, 39
get.(Diejenigen, welche den möglich größten Spar- gel erziehen, und andern die Concurrenz abgewinnen wollen, legen die Gruben noch einige Fuß tiefer an, als worzu ſie die höhern Gegenden, die in der Tiefe vom Waſſer frey ſind, erwählen, und pflanzen den Spargel zwar nach vorſtehender Vorſchrift, laſſen aber die Gruben bis ins dritte Jahr offen ſtehen, worauf ſie dann die an beyden Seiten ſtehen gebliebene Erde erſt in ſolche zurückbringen, und hiermit den Plaß eb- nen, Der Vortheil hievon iſt dieſer, daß. der Spaxr- gel, nachdem er bey der nur mäßig gehaltenen Erd- bedecfung in den erſten Jahren ſo ſtark geworden, zu- leßt eine BedeEung von einigen Fuß Erde ſonder An- ſtoß durchdringen, und vom vierten Jahre an ſo tief in der Erde hinab geſchnitten werden kann, und die Stiele einer Spanne lang und darüber eßbares, wei- d<hes Fleiſch an ſich haben. Dieſerhalb laſſen ſie ihn gar nicht über die Erde hoch hinauſſchießen. Er wird, ſo bald er nur ein paar Linien erſt ſichtbar geworden, oder nur eine Erhöhung von Erde zum Hervordringen über ſich gemacht, geſto<en. Um ihn nun ein paar Spannen lang zu haben, wird die Erde auf der einen Seite ſo tief mit der Hand herausgeſcharret, daß mit dem Meſſer ſo weit hinuntergegriffen werden könne, als welches, wegen der ſo ſehr tief liegenden Stücke niemals an die Wurzeln hinabkommen und ſie. beſchä- digen kann, Man kann leicht denken, daß ſo ſehr lan- ge) Spargelſtiele auf dem Markte die beſten Käufer finden, ſo wie ſie neben dem beſſern Geſchmacke ein vortrefliches Anſehen auf der Tafel haben. Dem nach dieſer Art erzielten Spargel aber kann durc keine ſonſt gewöhnliche Winterdüngung nachgeholfen werden, weil er an die drey Fuß tief'in die Erde lieget. Alles kömmt hiebey darauf an, daß vom beſien Saamen die beſten Pflanzen gezogen, der beſte Dünger ihnen
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