2 Erſtes Kapitel,
leicht, welches geſchiehet, wenn er 2 Zoll tief eingelegt wird, Wenn daherleinige Beete von 5 Schuhen breit, und auf ſolchen vier Furchen angelegt, die Sgamen aber mit ausgeſiebter Ho!z- oder Miſterde bedeckt werden, ſo geſchiehet ſolches nur 3 Zoll hoh. Im Wendiſchen, wo der Gurfenbau ſehr ſtark getrieben wird, pflegt man nach Gelegenheit des Landes eine Rundung zu machen, und die Gurfenferne in kleine zirkelmäßige Gruben einzulegen, diejenigen aber,. welche zu nahe neben ein» ander aufgehen, wieder zu verpflanzen, Man wählet gern Saamen, der weder zu neu noch zu alt iſt. Der zweyjährige iſt der beſte, weil der friſche zu ſehr in die Ranken treiber.
Dg die unreifen Früchte-allein gegeſſen wer den, ſo muß man einige der zum erſten anwachſenden Gur- fon zu Saamengurken ſißen laſſen, damit ſierehtlang, reif und vollkommen werden,. Je länger die Saamens- gurken ſind, deſto mehr werden ſie geachtet, Man nennet die längſten Früchte Schlangengurken, die öfters an die 2 Spannen lang ſind, und ziehet ſie den furzen in die Dicke wachſenden in der Küche billig vor, weil die davon geſchnittenen Scheibichen eben nicht in der Mitte getrennt werden dürfen, und daher in mäſ« ſiger Größe auf die Tafel kommen. Die Saamenkerne werden, wenn ſie ausgeklaubet worden, in einem Durchs= ſchlage mit Waſſer gereiniget, getrocknet, und lieber in Papier und leinenen Beuteln, als hölzernen Ges fäßen, aber auch ſo auſbewahret, daß die Mäuſe nicht darzu fommen können.
Die Gurken gehören unter die kletternden Pflan- zen, und es iſt erfahrungsmäßig, daß die in die Höhe geleiteten Ranken ſowohl frühere als beſſer ſchmecken de Früchte bringen, Es wird aber das Anheften der Ranken zu mühſam geachtet; und doch muß man den auf der.platten Erde umherfriechenden Ranken Anwei=
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