Teil eines Werkes 
2 (1784) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 2
Entstehung
Seite
796
Einzelbild herunterladen

796 Sechstes Kapitel.

mehr geſichert. iſt, weßhalb ſie in den Gärten und Iähe der Dörfer recht qut auszuſäen iſt. Auch wird ſie:vom Winde nicht ſo leicht ausgeſchlagen 3 die Kör- ner ſißen feſter in den Kolben, als bey der gemeinen

Hirſe:

"5 AUH dieſe zu ſehr verkannte Frucht muß ich Ko- loniſten, die nur ein Paar Morgen Land, allen verunglückten Familien des Mittelſtandes, die ſich/ aus einem Garten noch unterhalten wollen, anempfeh-

len. Sie können auf ein ganzesZahr ihr Gemüſe davon-auf feine:n großen Plaße gewinnen, und man hat es wohl eher. geſehen, daß eine Handvoll Ausſaat

einen ganzen Heffel wieder gebracht hat. Es muß;

aber dieſe Hirſe gieichſalls nur dünne« geſäet werden.

B. B. Türfiſche Hirſe.

||

Türkiſche Sirſe, BEIDEN Holcus Sorghum Linn. Auch dieſer Frucht, die in unſern Tagen bes Fannt geworden iſt, muß ich erwähnen, nicht eben, um ſie gleich den. vorhergehenden Arten auzuempfeh- len, ſondern ſie um vieler eſer willen, die ſie noch nicht Fennen, fürzlid) zu. beſchreiben. Sie verlangt viel Hike, und muß auf einer guten ſchwarzen Gartenerde an der Mittagsſeite früh goſäet werden, wenn ſie reif werden ſoll. Sie zehret den Aer ſehr aus, weil ſie ſo ſtarke Wurzeln ſchlägt, die man nicht ohne große Mühe wieder ausreiſſen oder aushacken kann. Die Höhe, welche ſie erreichet, geht bis auf 5 Elien Länge; der Stängel wird eines Daumens.di>, und ſo hart wie Röhr. Jn ſchweren, kalten und tief gelegenen Aeckern fömmt ſie nicht fort, oder wird nicht reif. Der Ertrag iſt ungemein ſtark, undder geſtampfte Saa- me

-X