Erſtes Kapitel,
und macht weitere Schritte. Nimmt aber die
Breite des Aerſtücks zu, ſo macht er kürzere Schritte, und wirft den Saamen mehr in die Breite. Er muß daher ſich ein richtiges Augen- maaß angewöhnen, um es ſo zu treffen, wie weik er nach jeder Seite hin werfen ſolle, damit kein Fleck doppelt beſtreuet werde.
1) Soll der Saamen untergepflüget werden, ſo
muß der Mittelrücfen unbeſtreuet gelaſſen wer« den, weil hieſelbſt die Furchen zuſammengepflüget werden. Beſtreuet man dieſe Furche, ſo kömmt die Saat darauf allzu die zu ſtehen.
m) Von vielen Säleuten wird der Aer zum zwey»
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tenmale nachgeſäet. Dieſes geſchiehet ſo, daß ſie zwiſchen den beyden Gängen, wo ſie hervauf- und heruntergegangen ſind, noc<h einmal hergehen, und weitläuftig den einen Wurf zur Rechten, den andern aber zur Linken, wechſelsweiſe thun. Die- Fes Nachſäen aber geſchiehet entweder von unge- übren Säleuten, die ihrer Sache noch nicht ge-
Wwiß genug ſind, oder wenn die Körner groß ſind,
und daher zu beſorgen iſt, daß dem A>-rmit dem erſten Wurfe noch kein Gnüge geſchehen ſeyn
könne.
2) Wenn man mit dem Hanndv. Zausvater an-
nimmt, daß ein geſchiter Sämann in einer Stunde ohngefähr fünf bis ſechs Himten ausſäen könne; ſo fann man annehmen, daß ein ſolcher ün der angegebenen Zeit drey Berliner Scheffel bey uns ausſäen könne. Läßt man ihm alſo Vor- mittags vier Stunden, und Nachmittags eben ſo lange ſäen, ſo wird er des Tages einen Win- ſpel ausſtreuen. Da ihm die Arme von der ſte- ten Bewegung ermüden, ſo wird man ſchwerlich
Mehr, als zehen Stunden lang Arbeit pon ihm
er wars


