Teil eines Werkes 
2 (1784) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 2
Entstehung
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25 Erſtes Kapitel.

eine getreue Perſon zur Aufſicht über den Sämann beſtellet werden, damit nicht bey Ausführung des Saa- mens ein Sac voll Saamen in des Knechts, als ſei- nes lieben Gevatters oder getreuen aufbruders, Stal] oder Garten abgeworfen, auch im Felde ſelbſt nichts ver-

Untreuet, ſondern alles, was nicht ausgeſäet worden,

wiederum an gehörigen Ort zurüs gebracht werde. Die, Herren von?!del und Beamte, ſo die Gerichts--

bärfeit beſigen, pflegen die vorerwähnten Sämänner vor der Saat in Cydespflicht nehmen zu laſſen, welches Henn auch nichr, übel gethan iſt. Jedoch vergießt der Dieb ſehr oft ſeine Pflicht. In ſtarkem Winde ſoll. man nich! ſ en.) Der Wind ſiöret die Ordnung des

Wurfs, woraus keine gleichmäſſige Saat erfolgen

Bann. is 5

"Anmerkungen,

8) Da der Sämann die Säcke, worin der Saa- men iſt, nicht im Felde ſelbſt umhertragen kann, ſo werden ſie dahin, und auf die zu beſäcnden Stü» &e, ſo hingefahren, daß, wenn dieſe lang ſind, und einige oder mehrere Säcke voll auf ein Aer- ſtü> ausfallen, ſolche von Diſtanz zu Diſtanz da- ſelbſt abgeſeßet werden, damit der Sämann, wenn er eine Quantität ausgeſäet hat, nicht weit zur Wiederanfüllung ſeines Sätuchs umherlaufen, und ſich verſäumen dürfe.

Bb) Der auszuſäende Saamen wird entweder in bes ſondern Sätüchern, oder Säcken, vom- manne an oder auf dem Leibe fortgetragen. Je- ne find im Brandenburgiſchen und Sachſen, die- fe in Miederſachſen gebräuchlich. Die Sätt- -HDer ſind vier>ichte leinene Tücher, und an den

Dipfeln ſo zufammengebunden, daß fie über den Schul-

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