Teil eines Werkes 
2 (1784) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 2
Entstehung
Seite
25
Einzelbild herunterladen

Das Söet,-' 25 hin'zu viel Saamen äusgefallän; und daher unördent- iich geſaet fey. Cin Sämann, Welcher die Kunſt zu ſäen gründlich verſtehet, muß den Säamen ſo ordent- lich auszuſtreuenwiſſen, däß, beym Aufgange deſſelben, alles fein in gleicher Weite ſich nicht zu- die, aud) nicht'zu dünne, zeige. Es gehöret hiezu eine. heſondes re Uebung, und wozu ſich der Sämann Anfangs ge- wöhner, davon iſt er hernach ſchwerlich abzubringens Ein gutes Säen vortheilet ſehr viel.- Denn iſt die Saat zu dicke geſaet, ſo giebt'es an ſtatt rechtſchäfferet langer Aehren, ſogenannte Fliegenköpfe oder kleine Achs ren, worin nur"zwey oder drey Körner befindlich ſind. Und iſt'ſte zu dünne geſäect; ſo-heißt es' nach ver Laridesſprache?: Wo man nichts hinſäet, da äatnd-" tet man nichts. Die Mittelſtraſſe pfleget jederzeit"die ſicherſte zu ſayn.=-

Hat der Sämann, ſagt er weiter, guten Saa- men, ſo muß er das Land, welches er.beſäen will, in Augenſchein nehmen, die Länge und Breite. ſeines Län- des vernünftig beurcheilen, und einen nngeſährlichen Ueberſchlag machen, wie viel Säamen er. dahin zu ſäen, und wie viel Gänge er dazu anzuwenden vermei- ne... Er wird wiſſen, daß er auf einen Morgen mit- telmäſſigen Landes ohngefähr zwey Scheffel, auf einen Morgen von gemiſtetem Lande aber drey Scheſfel ge- brauche.(Man bemerke, daß Hagedorn, der. hier billig zuerſt das Akermaaß hätte angeben ſollen, die- ſes Maaß nur ein ungefähres nenne, und daher nicht als eine genäue: Norm überall paſſen könne.) Durch alle Ueberlegung und Beurtheilung muß er ſuchen, die halben Gänge und halben Würfe zu vermeiden. Jm Säen muß er einen gleichen Gang halten, und bey dem Saamenwurfe die Hand und den Fuß jedesmal zugleich bewegen, ſo, daß bey jedem vollkommenen Schritte ein Wurf aer ie Bey dem Ausſäen.muß

eine