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24 Exvſtes Kapitel. C. Das Säen.
„Man irret ſich, wenn man glaubt, daß zum Säen
einjeder bey der Aerwirthſchaft hergekommene Menſch ohne. Unterſchied gebraucht werden könne.-. Ein ge- ſchickten. Sämann„muß. ſowohl geſunden: Verſtand oder gute. Beurtheilungskraft, als auch gewiſſe kör- perliche. Eigenſchaften beſißen, ſo, daß man von ihm die möglich: beſte Beſäung; des Aers erwarten kann. Ein; ungeſchiter Sämann kann ſeinemz-Herrn aller vorhergegangenenguten Beſtellung des-Ac>ers unge- achtet„großen. Schaden anrichten... Ehe ich.mich aber in. das Beſondere des Säens einlaſſe, will ich die Le- ſer über<das Geſagte noch aufmerkſamer machen, wenn ich: ihnen dasjenige;, was ein bey, der tandwirthſchaft altzund..grau. gewordene Guthsherr,. Hr. Hagedorn, in ſeinem. Landwirthſchaftlichen Haushalter- S. 427 ſchreiber,:mittheile.“. Das Säen, ſagt er, iſt nicht eine ſolche.allgemeine Kunſt, als mancher.ſich-einbil- det... Selten findet man einen Ackersmann, wels Cher. die-Runſt»,zu ſäen vollfommen verſteber, Gemeiniglich. laſſen.die Sämänner bey dem Säen zu viel-Getrayde über. dem. Daumen fallen.- Andere laſs: ſen unter der Hand,„vor dem Auswerfen, zu viel ent- wiſchen ,' und noch andere ſind-nicht geübt, die Finger bey dem Auswurfe„des Saamens in rechter Maaße von einander zu ſtre>en.„Bald halten ſie die Finger gar zu genau zuſammen, bald dehnen ſie ſolche zu weit Qus.,“Wenn der ,Saame hervorwächſt, ſo kann man dieſe-Fehler/ und zwar den lektern, daran erkennen, indem, die Saat durc<hgehends nicht gleich, ſondern an einem Ort die, und am andern dünne aufgeht.- Die erſtern beyden Fehler verurſachen, daß man.ganze lan» ge Striche bey dem Aufgehen des Saamens aufdem kande bemerken, und daraus urtheilen kann, daß da-
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