Teil eines Werkes 
2 (1784) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 2
Entstehung
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Das Säen<) 23

Saame nicht ſo leicht von der Dürre angefochten werden kann. Demnächſt aber hat der Flachs, der ſo nahe vor Johannis geſaet worden, eben ſo wie die ſpäte Gerſte, die nac Johannis häufiger fallende Regen zu erwarten, und alſo auch aus die- ſem Grunde nicht ſoviel von troEnem Wetter aus- zuſtehen. Der Lein, den män auch bisweilen an andern Orten in Schleſien; zu dieſer Zeit'aus- ſaet, geräth ebenfalls öfters ganz wohl.'Allein der davon erzeugte Flachs iſt lange nicht ſv haa- rigt, ſondern fällt im Brechen'vtelmehr, als der zeitige geſäete, weg. Man thut alſo ambeſten, daß man hier unter ſich nicht nach Vorurtheilen, ſon- dern nach Beſchaffenheit des Bodens vichket.=-

5) Der Hanf wird nicht eher geſaet, als wenn die

warme Witterung, etwa um öder nac der Mitte des Aprils, ſich eingeſtellet. Sollte die Kälte zu lange anhalten, ſowird es nicht zu ſpät ſeyn; wenn der Hanf erſt nac) Walpurgis. geſäet wird.

0) Die weißen Zeldrüben'theilet man gemeinig-

lich in Sommer- und Herbſtrüben, und ſiehet bey dieſer Eintheilung auf die Zeit ihrer Zeitigung,' da ſie aus der Erde genommen werden, Die Som» merrüben, große oder kleine, oder wie man ſte ſonſt auch unterſcheidet, lange, runde und Ste(- rüben, müſſen bereits zu Anfange des Aprils ge- ſäet werden, damit ſie gegen Johannis reif feyu, Wenn ſie länger als x1 Wochen in der Erde ſte Hen, und nach ſolcher Zeiterſt ausgenommen wer- den, ſo werden ſte bald. madicht, Die Herbſt- rüben werden in einigen Gegenden auf Margare- then, in andern noch etwas früher, auf Kilian, in den meiſten Gegenden aber erſt um Jacobi gefäct,

B x C: Das