Teil eines Werkes 
2 (1784) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 2
Entstehung
Seite
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Erſtes Kapitel.

Hirſe zugleich ſäen, wie es denn in Gegenden, wo leßtere Frucht ſtark gebauet wird, ſehr ge- bräuchlich iſt, die Ränder der Hirſeländer mit

- Mohn zu beſäen. r) Der Lein wird bey mir in den erſten Tagen des - Aprils, zu Zeiten wohl. ſchon zu Ende des Mär-

zes, auf dem benachbarten hohen Fläming aber erſt, wenn die Eichen ausſchlagen, in andern Gegenden noch ſpäter, erſt im Maymonathe ge-

ſäet. Wird der Leinſaame bey mir ſpäter geſäet,.

ſo fömmt der davon gezeugte Flachs dem frühge» ſäten nicht gleich. Jede Gegend muß durch Ver- ſuche die beſte Säezeit bewahret haben. Einſchle- ſiſcher Landwirth ſagt von den ſo verſchiede- nen Säzeiten des Leins in ſeiner Einleitung zu einer vernünftigen Sparſamkeit in derLandwirth- ſchaft S. 34. alſo: Der Lein wird an einigen Or- ten zeitig; an andern aber wieder ganz ſpäte ge? ſäet. Die frühe Saat geſchiehet von vielen ſchon im Marz, von den meiſten aber im April. Das leßte ſaeinet das ſicherſte zu ſeyn, weil der im März geſäete Lein gar leicht vom Froſt Schaden leiden kann. Das det zeitig geſäete Leinaber am be- ſten einſchläget, lehret nicht allein die Erfahrung, ſondern es iſt auch deßhalb ganz natürlich, weil ihm die Winterfeuchtigkeit mehr, als dem ſpäten zu ſtatten fommen kann. Jnzwiſchen ſäet man In verſchiedenen Gegenden in Schleſien, z. E, im Franfenſteiniſchen, den Lein erſt auf Petronelli d.|«

In den leßtex Tagen des Maymonaths. Der

ſpäte Flachs ſchlägt auch daſelbſt beſſer, als der

frühe ein. Man kann, meines Erachtens, davon

eine doppelte Urſach angeben. Zufsrderſt trifft man an dieſen Orten einen gelinden, friſchen und

- ſetten Boden an, in welchem der ausgeſireute

Saa-