Teil eines Werkes 
2 (1784) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 2
Entstehung
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Das Säen. 15

von.) Noch iſt die Saatzeit in gebürgiſchen Gegenden, der als in Schleſien, Sachſen u. f. f. von der vorher- Ge: gehenden des platten Landes zu unterſcheiden. Weil eich beſonders in den ſchleſiſchen Gebürgen Kalte und ten Schneeſehr zeitig einfallen, ſo muß daſelbſt ſchon nn, in der Mitte des Auguſts, ja in den höchſten ere Gebürgen noch wohl eher, die Saatzeit angefans= nig gen werden, ſo ſehr e8 auch den dortigen Land» ten wirthen beſchwerlich ſeyn muß, zwiſchen Aerndten je: und Säen keinen Zwiſchenraum zu haben. Denn en man muß wiſſen, daß in jenen Gebürgen auch ie ſpäcer, als auf dem platten Lande, geärndtet lie wird.

in f) Sommerwaizen wird, wenn der Aker nicht zu ", niedrig iſt, zu Ende des Februars und Anfange ts des Märzes geſaet. Liegt aber der Aker niedrig, I, ſo» wartet man, bis die überflüſſige Näſſe vergan- 1 gen iſt, welches vielmals zu Anfange des Aprils s erſt geſchiehet.

: gs) Sommerrotzggen wird auf leichten und hohen 3 Feldern bereits um Lichtmeß, je früher je beſſer, p geſäet, damit ihm die Winterfeuchtigkeit noch zu

ſtatten komme. Man hat ſeinetwegen auf derglei- <hen Feldern gar nichts zu beſorgen, wenn ſie nach der Einſaat mit Schnee wieder bedeckt werden, oder ſchlackrichte Witterung einfällt.Können ſtarke Frühjahrsregen die Saaten der niedrigen Felder verderben, ſo wird hievon der Sommexr- roggen auf leichten hohen Feldern deſto mehr em por kommen, da Gras und Unkraut hieſelbſt we- nig oder gar nicht Fortgang haben.

Hat man dagegen niedrige Felder mit Som- merroggen zu beſtellen, ſo muß man ſich gar nicht damit übereilen, weil Kälte und Näſſe ihn ſo ſehr zurückhalten würden, daß Gras und Un-

fraur