36 Erſtes Kapitel,
fraut die Saat unterdrücken könnten, Man iſt hieſelbſt in der Nothwendigkeit, öfters das Säen bis gegen den May hin zu verſchieben. Dieſes iſt vornehmlich das Schi>ſal der Derter, welche „Veberſchwemmungen vom Winterwaſſer unterwor« fen ſind, und daher fein Winterkorn erbauen kön- nen, JJ kenne aber auch niedrige Gegenden, die eben feinen Ueberſchwemmungen ausggeſeßt
„find, aber gewiſſer in ihren Ae>ern eingewucher- ter Unfräuter halber feinen Winterroggen, der davon überzogen und verzehret wird, erbauen kön- nen. So iſt mir ein Dorf bekannt, welches mehr niedrigen als hohen Acker hat, und auf welchem das Töſchelkfraut, Klaffter, Klapper, Burla Pa- Doris oflic. zu Hauſe iſt. Wärd ja der Winter- roggen hieſelbſt noch. gut in die Höhe kommen, ſo verdirbt der Saame dieſes Unkrauts doch ſs ſehr den Roggen, daß das. davon gebac>ene Brod davon ſehr ſchwer und übelſchme>end wird. Dies ſerhalb unterläßt man hier den Bau des Winter- roggens, nnd ſaet. dafür erſt im April Sommere-
;-". Yoggen.
hb) Sdmmerrübſaat, Sommerrübſen, wird auf feuchten niedrigen Aeckern erſt im May und An-
- fange des Junius geſaet.
») Gerſte rheilen wir in Winter- Früh- und Som- mergerſte ein,
Die Winterterſte wird ſchon um Michaelis, aufs ſpäteſte aber 1 4 Tnge nach Michaelis geſäet, weil ſie, wenn ſie ſpäter geſäet wird, ſich nicht vor Winters beſto>en und ſtark genug werden Fann, den Zufällen, des Winters zu widerſtehen.
Die Srüblingegerſte, die auch große Ger- ſte genennt wird, hat ſehr verſchiedene S aezeiten, da fie in manchen Ländern im März, in andern
im
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